Balz Bachmann
Balz Bachmann (* 17. Januar 1971, Zürich) studierte Kontrabass an der Swiss Jazz School in Bern und trat als Gitarrist und Bassist auf.
Neben seiner Tätigkeit als Komponist ist Bachmann als Musikproduzent aktiv und unterrichtet als Gastdozent an der Zürcher Hochschule der Künste. Er arbeitet mit verschiedenen Musikschaffenden zusammen und begleitete unter anderem die Sängerin Sophie Hunger auf Tourneen. Bachmann ist Mitglied der Europäischen sowie der Schweizer Filmakademie und wurde 2024 als einer von zwölf Komponisten für das Programm Spot the Composer des Filmfestivals Cannes ausgewählt und nahm dort als offizieller Teilnehmer teil.
Filmmusik
Seit 1997 komponiert er hauptberuflich Musik für zahlreiche Kino- und Fernsehfilme, so etwa von Anna Luif (Little Girl Blue 2003, Madly in Love 2010 und Les histoires d'amour de Liv S. 2023), Christoph Schaub (Sternenberg 2003, Happy New Year 2008, Giulias Verschwinden 2009), Sophie Heldman (Satte farben vor Schwarz 2010, The Education of Jane Cumming 2026), dem Oscarpreisträger Xavier Koller (Eine wen ig – Dr Dällebach Kari 2012, Die schwarzen Brüder 2013), der bosnischen Filmemacherin Jasmila Žbanić (Love Island 2014), zu Dani Levy`s Tatortfolge Schmutziger Donnerstag 2013, von Sabine Gisiger (Do It 2001, Yalom’s Cure 2014,The Mies van der Rohe`s 2023, Jelmoli 2024 ), Lisa Brühlmann (When We Were Sisters 2024), Ramon und Silvan Zürcher (Der Spatz im Kamin 2024) sowie von Sabine Lidl (Siri Hustvedt - Dance Around the Self 2026).
Bachmann wurde als Komponist mehrfach ausgezeichnet: So gewann er 2003, 2006, 2009 und 2017 den Filmmusikpreis der FONDATION SUISA, 2012 den Schweizer Filmpreis Quartz, neben vier Nominationen für diesen Preis. (Autor: Mathias Spohr)
Literatur
- Swiss Film Music. Anthology 1923–2012, S. 345. ISBN 978-3-0340-1265-2