Blue My Mind
Blue My Mind (CH 2017) ist ein Spielfilm mit der Musik von Thomas Kuratli. Der Film enthält zusätzliche Musik der Bands ZIBBZ und JAS CRW, sowie Musik von Greg Gonzalez.
Credits
- Regie: Lisa Brühlmann.
- Buch: Lisa Brühlmann, Dominik Locher.
- Produktion: tellfilm (Stefan Jäger, Katrin Renz), Zürcher Hochschule der Künste ZHdK - Departement Darstellende Künste und Film (Filippo Bonacci), SRF Schweizer Radio und Fernsehen, SRG SSR.
- Musikmischung: Max Molling.
- Sounddesign: Gina Keller, Manu Gerber, Benjamin Krbetschek.
- Musikaufnahmen: Thomas Kuratli (Maschinenkeller), Michael Gallusser (Recording Studio QFLM, St. Gallen).
Handlung
Die 15-jährige Mia zieht mit ihren Eltern nach Zürich. Mit dem Einsetzen der ersten Periode beginnt ihr Körper, sich zu verändern und sie fühlt sich mehr und mehr von Wasser angezogen, bis sie sich am Ende des Films vollständig in eine Meerjungfrau verwandelt. Der Coming-of-Age-Film thematisiert die Herausforderungen, mit denen Mia als heranwachsende Frau konfrontiert wird. Während sie mit ihren körperlichen Veränderungen überfordert ist und sich die Frage stellt, ob ihre Eltern sie adoptiert haben, betäubt sie sich mit Sex und Drogen. Der Film endet damit, dass Mias Freundin Gianna sie zum Meer bringt und sie ins Wasser gehen lässt, welches als Meerjungfrau ihre neue natürliche Umgebung darstellt. Mit dieser Szene schliesst der Film den Bogen zur Anfangsszene, in der Mia am selben Ort als kleines Mädchen zu sehen ist und in Richtung Meer schaut.
Musikausschnitt
(1:32 ab Minute 00:05:12)
Nach einem Streit mit ihrer Mutter sitzt Mia auf der Couch, das Aquarium im Hintergrund, während ihr Vater auf sie einredet. Die nächste Szene zeigt Mia, die am späten Abend vor dem Fenster sitzt und ihre langen Haare im Wind des Ventilators wehen lässt. Kurz darauf geht sie in die Küche, um ein Glas Salzwasser zu trinken.
Kommentar
Die Musik unterstützt in dieser Szenenabfolge durch den minimalistischen Ansatz die extreme Einsamkeit, der Mia ausgesetzt ist. Die gesamte musikalische Fläche enthält nur wenige hohe Frequenzen, wodurch der Eindruck entsteht, als wäre man unter Wasser. Auch die rhythmisch freie Platzierung der wenigen Klaviertöne trägt zu einem schwebenden Unterwassergefühl bei. Zusätzlich zur Musik, die nicht direkt an die dramaturgische Handlung gebunden ist, sind im Sounddesign sirenenartige Rufe zu hören. Diese lenken die Wahrnehmung des Publikums so, dass Mias Handlung aus der klanglichen Ebene heraus motiviert erscheint. Neben der inneren Welt, die durch Musik und Sounddesign dargestellt wird, ist auch die Geräuschumgebung der äusseren Welt zu hören. Diese Ebene verschwindet während der Einstellung, in der Mia am Abend vor dem Fenster zu sehen ist, sodass das Publikum für einen Augenblick ganz in Mias innere Welt eintauchen kann. (Autorin: Darah Rosenthal)
Weblinks
Quelle
- Film und Musik: DVD EAN 7619965026159.
